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#1 31.07.2017 20:45:25

byteworker
Member

Rechtliche Hintergründe: Webeintrag zu Insolvenz entfernen

Hallo zusammen,
sicher sind wir keine Anwälte, dennoch eine Frage, die dem einen oder anderen schon mal begegnet sein kann:

Ich soll die neue Webseite einer kleinen Backstube machen, die Leute sind einfache ehrliche Handwerker, die vor 6 Jahren eine nur steuerrechtlich begründete Insolvenz im Zuge eine Betriebsveränderung machten, die war nach einem Jahr komplett und korrekt abgeschlossen.

Damals hat eine regionale Zeitung einen Beitrag dazu verfasst, der heute noch in Google an prominenter Stelle zu sehen ist, wenn man nach der Bäckerei sucht, findet man zuerst diesen veralteten Text, der immer noch auf der Website der Lokaltzeitung online ist.

Kann man darauf bestehen, dass dieser entfernt wird? mit Nachweis der erfolgreich verarbeiteten Geschäftsumwandlung? oder ist sowas generell nicht machbar? die Redaktion weisst auf Google hin, die sollten das machen. Die Bäcker selbst wollen dies nicht akzeptieren, ist auch schlecht für ihre Lieferantenkontakte.

Norbert

Offline

#2 31.07.2017 21:15:11

florian
Projektmanagement und Support WBCE CMS

Re: Rechtliche Hintergründe: Webeintrag zu Insolvenz entfernen

Vielleicht hilft Dir das hier weiter
http://www.edv-beratung-thomas.de/index … schen.html

Offline

#3 01.08.2017 09:24:56

evaki
Guest

Re: Rechtliche Hintergründe: Webeintrag zu Insolvenz entfernen

"Recht auf Vergessen"?
Nicht wirklich, aber:
Löschung aufgrund des europäischen Datenschutzes
MfG. Evaki

#4 01.08.2017 17:33:25

berny
Member

Re: Rechtliche Hintergründe: Webeintrag zu Insolvenz entfernen

Ja ich denke es muss gehen.
1)Wo? Bei Google direkt.
Wie? Keine Ahnung, aber es gibt etliche Fälle, wo dies erfolgreich bekämpft wurde.
2) bei der entsprechenden Zeitung eine Unterlassungserklärung erwirken.
Wer macht das? Ein Rechtsanwalt.

Aus welchem Land stammt das?

Offline

#5 01.08.2017 18:08:33

florian
Projektmanagement und Support WBCE CMS

Re: Rechtliche Hintergründe: Webeintrag zu Insolvenz entfernen

Also, ich denke nicht, dass die Zeitung dazu zu bewegen ist, den Beitrag offline zu nehmen. Der Artikel an sich ist ja - so interpretiere ich die Beschreibung des TO - nicht sachlich falsch, insofern gibt es keinen Grund, den zu löschen. Natürlich kann man möglicherweise mit ein paar Anzeigenschaltungen bei der Zeitung darauf hinwirken, dass ein aktueller, freundlicher Artikel verfasst wird, der, weil aktueller, dann auch möglicherweise besser platziert wird.

Ansonsten hilft nur Suchmaschinenoptimierung, Suchmaschinenoptimierung, Suchmaschinenoptimierung. Also richtig viel Geld in die and nehmen, ggf. spezialisierte SEO-Agentur beauftragen und aus allen Rohren ballern, bis Lobeshymnen den Insolvenzartikel verdrängt haben.

Allerdings - das Internet vergisst nichts, irgendwo ploppt die alte Insolvenz dann immer noch hoch. Und sei es bei einer gezielten Handelsregisterrecherche.

Besser deshalb vielleicht: Offensiv damit umgehen. Krisenkommunikation betreiben und transparent klarstellen: Ja, es gab diese Insolvenz, das hatte aber die und die Gründe und inzwischen stehen wir wieder auf einem soliden Fundament, weil xyz.

Alternative: Anderer Name. Es ist ja nicht nur die Lokalzeitung, es sind ja möglicherweise auch ohne deren Einwirkung potenzielle Lieferanten, die sich dunkel daran erinnern, "da war doch mal was". Also Neubeginn mit neuem Firmennamen und einen angeheirateten Schwippschwager mit unverfänglichem Namen als Geschäftsführer einsetzen.

Offline

#6 01.08.2017 18:56:36

evaki
Guest

Re: Rechtliche Hintergründe: Webeintrag zu Insolvenz entfernen

>>dass die Zeitung dazu zu bewegen ist, den Beitrag offline zu nehmen.
Muß sie auch nicht umgehend, mit Online archivierten Inhalten sehen das Richter u.U. (je nach Alter der Inhalte) dann schon anders.
Recherchiert man zu den o.a. Stichworten, bekommt man ausreichende Auskünfte zum Thema. 
Einer unserer Teammitglieder, der eine Online-Zeitung betreibt, hat in solch einem Falle den betreffenden Artikel stehen lassen, aber mit Hinweisen und Zusatzinformationen versehen/aktualisiert. Damit hatte es sich dann auch.
MfG. Evaki

Last edited by evaki (02.08.2017 11:28:52)

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